Programm | 11. Kulturkonferenz Ruhr 2023

Resilient, relevant und nachhaltig - Impulse für Kulturinstitutionen in der Transformation

Programmheft (PDF)

09:00 Uhr | Einlass

Herzlich willkommen zur 11. Kulturkonferenz Ruhr im Foyer des Theater Oberhausen!

10:00 Uhr | Begrüßung

Tagesmoderation:

Sou-Yen Kim

Grußwort:

Apostolos Tsalastras, Stadtkämmerer und Beigeordneter für Kultur der Stadt Oberhausen

Eröffnung durch die Veranstalter:

Grußwort: 
Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr

Videostatement:
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

10:30 Uhr | Impuls 1

Nicht wie Nincshof – Eine demokratische Transformation im Ruhrgebiet durch Gestaltungsfreiheit

10:30 Uhr | Impuls 1

Paulina Fröhlich, Stellv. Geschäftsführerin, Leiterin Resiliente Demokratie, Das Progressive Zentrum 

Das Ruhrgebiet war in seiner langen Geschichte häufig Objekt von Veränderung. Erzwungener Wandel begünstigt jedoch Unsicherheitsgefühle und Reaktanz. Heute kann das Ruhrgebiet Gestalterin der eigenen Veränderung sein und so eine demokratische Transformation fördern. Die starke hiesige Kunstszene kann dabei helfen, Transformationsaversionen zu begegnen und den Wandel gerechter zu machen – muss sie aber nicht, denn sie ist frei. Der Impulsvortrag handelt von Freiheit und Gestaltung in der Transformation. 

11:15 Uhr | Impuls 2

Geschichten des Gelingens – wie wir mit positiver Schwarmenergie den multiplen Krisen trotzen

11:15 Uhr |  Impuls 2

Nicola Bramkamp, Dramaturgin, Kuratorin, Dozentin, künstlerische Leiterin SAVE THE WORLD

Woran erkennt man Zeiten der Transformation? Krise folgt auf Krise. Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert. Obwohl das Theater seit seiner Entstehung von fast nichts anderem als von Krisen und Katastrophen handelt, tun wir uns schwer damit, uns an die neuen Herausforderungen anzupassen: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Diversität – diese Themen beschäftigen uns, auf und hinter der Bühne. Wie man trotzdem gut gelaunt Kunst machen kann, davon berichtet Nicola Bramkamp, künstlerische Leiterin von SAVE THE WORLD, in ihrem Impuls.

12:00 Uhr | Diskussion

Resilent, relevant und nachhaltig – Zukunftsperspektiven für Kulturinstitutionen

Wie relevant sind Kulturinstitutionen für die Schärfung eines resilienten Demokratieverständnisses in Zeiten einer sich spaltenden Gesellschaft? Mit ihren Erzählungen können sie auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse aufmerksam machen. Stecken in den Krisen und der notwendigen Transformation nicht auch Chancen für Kulturinstitutionen, ihre Strukturen kritisch zu hinterfragen und sich selbst zu „transformieren“? Wie werden sie zu einem widerstandsfähigen Organismus, der offen und flexibel auf Veränderungen reagiert und gleichzeitig im Kern stabil bleibt? Welche Veränderungsprozesse sind notwendig, um sie sozial und ökologisch nachhaltig in die Zukunft zu führen? Und wie kann die Kulturpolitik diese Veränderungsprozesse unterstützen? Vertreter*innen aus Kunst und Kultur spüren gemeinsam mit den Impulsrednerinnen den Themen der Key Notes nach und diskutieren über die Bedeutung und Zukunftsperspektiven der Kulturinstitutionen im Ruhrgebiet – eine Region, die seit Jahrzehnten mit den Herausforderungen der Transformation arbeitet.

Teilnehmer*innen:

Paulina Fröhlich, Stellv. Geschäftsführerin. Leiterin Resiliente Demokratie, Das Progressive Zentrum 

Nicola Bramkamp, Dramaturgin, Kuratorin, Dozentin, Künstlerische Leiterin SAVE THE WORLD

Dr. Kathrin Mädler, Intendantin Theater Oberhausen

Prof. Peter Gorschlüter, Direktor Museum Folkwang

Apostolos Tsalastras, Stadtkämmerer und Beigeordneter für Kultur der Stadt Oberhausen

Theater Oberhausen

Das Ensemble der neuen Sparte URBAN ARTS am Theater Oberhausen stellt sich in einer Performance auf dem Ebertplatz vor.

Kwame Osei
Choreographie

Laëlle Makazu
William Hayibor Venous
David Wilfried Mayinga
Siryel Elina Chtioui
Beckley Adeoye
Joseph Louis Sitti
Ensemble

Wir laden zu einem gemeinsamen Imbiss im Ebertbad direkt gegenüber vom Theater Oberhausen ein.

Die Panels finden parallel an vier fußläufig erreichbaren Kulturorten in Oberhausen statt.

Panel 1:

Die Kulturinstitution im gebauten Raum

Die Kulturinstitutionen im Ruhrgebiet stehen häufig vor der Situation, dass sich ihre Bauten in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Gestiegene Bau- und Unterhaltskosten sowie neue Anforderungen an den Klimaschutz stellen große Herausforderungen für die Kommunen dar. Nordrhein-Westfalen hat sich vorgenommen bis 2045 klimaneutral zu sein

Wie lassen sich die Kulturbauten zu klimagerechten, ökologisch nachhaltigen Begegnungsorten transformieren? Wie steht es um das Handlungs- und Erfahrungswissen in Kulturinstitutionen und Kommunen, um konkrete Ansätze zu Energie- und Ressourceneffizienz umzusetzen? Wie ist der Mehrbedarf für ökologische Transformationsprozesse aufzufangen? 

Moderation:

Peter Grabowski, Journalist

Diskussion:

Sophie Brune, Projektmanagerin Sprint 20, Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit

Stefanie Dowidat, Transformationsmanagerin nachhaltige Kultur, Museologin, Ausstellungsgestalterin

Dr. Harriet Oelers, Konzerthaus Dortmund, Team Nachhaltigkeit

Apostolos Tsalastras, Stadtkämmerer und Beigeordneter für Kultur der Stadt Oberhausen

Ort: Theater Oberhausen

Panel 2:

Die Kulturinstitution als Arbeitsraum

Geschlechtergerechtigkeit und Diversität, Überwindung des Gender-Pay-Gaps, ausgeglichene Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und flache Hierarchien sind Themen, die die aktuellen Transformationsbewegungen des Arbeitsmarktes bestimmen. Transformation beinhaltet daher auch die Forderung nach mehr Mitbestimmung, d.h. Teilhabe an der Wertebestimmung der Institution. Wie lassen sich diese gesellschaftlichen Veränderungsprozesse auf die Kultur übertragen? Vor welchen Zielkonflikten in der Kulturarbeit stehen die Institutionen z.B. angesichts von Tarifsteigerungen und den begrenzten Budgets? Welche Rahmenbedingungen müssten sich ändern, um die Transformation durchführen zu können? Wie werden die Veränderungen finanziell und personell aufgefangen?

Moderation:

Fatima Çalışkan, Moderatorin und Journalistin

Diskussion:

ShaNon Bobinger, systemische Life-, Personal- und Businesscoachin

Hildegard Kaluza, Abteilungsleiterin Kultur im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW

Regina Leenders Schauspielerin am Theater Oberhausen und Vorstand ensemble-netzwerk e.V.

Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenverein

Ort: kitev – Kultur im Turm e.V.

Panel 3:

Die Kulturinstitution als erlebter Raum

Wer, was, wo, wozu, für wen? Die Antworten auf diese Fragen sind entscheidend dafür, wen das Programm von Kulturinstitutionen erreicht und bewegt. Auch wenn die meisten Menschen in Deutschland es für wichtig erachten, die kulturellen Angebote in Theaterhäusern und Museen für kommende Generationen zu erhalten, werden diese nur von einem Drittel der Bevölkerung genutzt. Für nicht wenige bedeutet der Besuch einer Kulturinstitution immer noch, eine hohe Schwelle zu übertreten. Wie sollten die Kulturinstitutionen auf die Diskrepanz zwischen der empfundenen Relevanz und der tatsächlichen Nutzung von Kulturangeboten reagieren? Mit welchen Ästhetiken spricht die Kulturinstitution die Sinne Vieler an? Welche gesellschaftsrelevanten Themen und Geschichten gehören verhandelt? Geht es vielleicht nicht auch einfach „nur“ darum, ein Ort zum Träumen und Lachen zu sein?

Moderation:

Svenja Reiner, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Literaturvermittlerin

Diskussion:

Selen Kara und Christina Zintl,Intendantinnen Schauspiel Essen

Cathrin Rose, Leiterin Junges Schauspielhauses Bochum und Til Schäfer, Drama Control - Jugendaufsichtsrat des Jungen Schauspielhauses Bochum

Dr. Thomas Renz,Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf)

Tobias Pappert, Redakteur STROBO, Magazin für junge Kultur im Ruhrgebiet

Ort: Lichtburg Filmpalast

 

Panel 4: Ist leider schon ausgebucht

Die Kulturinstitution als Teil der Stadtgesellschaft

Die Kulturinstitution ist ein Ort der Beziehungen und Begegnungen, ein Ort der fest in der Stadtgesellschaft verankert ist – dafür braucht es offene Türen, wie Angebote an die Künstler*innen und Freie Szene der Stadt sowie weitere Akteur*innen der Stadtgesellschaft – Kooperation als Prinzip. Offene Türen zeugen von der Neugier darauf, was die Menschen in der Stadt bewegt und dem Willen, diese Erfahrung auf die Bühne, in den Zuschauerraum, ins Foyer hinein zu holen. Die Kulturinstitution als Aushandlungsort hat das Potential unterschiedliche Menschen zu bewegen, im gemeinsamen Erleben zu einen und Demokratie bildend zu wirken. Wie gestaltet sich eine stärkere Öffnung und Vernetzung der Kulturinstitutionen für und mit der Stadtgesellschaft? Welche personellen und finanziellen Ressourcen und Förderstrukturen sind dafür notwendig?

Moderation:

Heike Herold, Geschäftsführerin der LAG Soziokultureller Zentren NRW e.V.

Diskussion:

Can Gülcü,  Projektleitung Interkultur Ruhr, Regionalverband Ruhr

Dr. Christine Vogt, Direktorin LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Jasmin Vogel,Vorständin des Kulturforum Witten

Agnieszka Wnuczak, Vorständin von kitev – Kultur im Turm e.V., Oberhausen

Ort: Europahaus

16:30 Uhr | Künstlerische Intervention

Bild: Mia Oberländer

Live Art Comic Show

Die preisgekrönte Comicautorin Mia Oberländer fasst die Inhalte der Konferenz in einer Slideshow mit Zeichnungen und Notizen zusammen. Der Schauspieler Levin Hofmann und die Gitarristin Lea Baciulis begleiten sie mit gelesenen Textpassagen, Musik und Soundeffekten live auf der Bühne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ab 17:00 Uhr | Ausklang

Nach einem ereignisreichen Tag laden wir Sie herzlich zu einem informellen Ausklang ins Theatercafé "Fallstaff" ein!

Kontaktbox(en)

Dr. Miriam von Gehren

Projektmanagement
Referat für Kultur, Sport und Industriekultur
Team Kultur