Programm | Kulturkonferenz Ruhr 2025
„Demokratie gestalten: Kultur für Räume, Ideen und Haltung“
09:00 Uhr | Einlass
09:00 Uhr | Einlass
Herzlich willkommen zur 13. Kulturkonferenz Ruhr!
Wir begrüßen Sie gerne ab 9:00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen zu einem Meet & Greet mit Kaffee & Croissants.
10:00 Uhr | Begrüßung
10:00 Uhr | Begrüßung
Tagesmoderation:
Prasanna Oommen
Eröffnung:
Karin Welge
Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen
Begrüßung durch die Veranstalter:
Ina Brandes
Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Garrelt Duin
Regionaldirektor Regionalverband Ruhr
10:20 - 10:50 Uhr | Impuls 1: Den Glauben in die Demokratie stärken
10:20 - 10:50 Uhr | Impuls 1: Den Glauben in die Demokratie stärken
Warum haben so viele Menschen den Glauben an die Demokratie verloren? Und wie können sie wieder zur Demokratie zurückfinden? In Ihrem Impulsvortrag spricht Sally Lisa Starken über Menschen, die ihren Glauben an die Demokratie verloren haben, und über die Notwendigkeit von Debatten und Begegnungen, um das Vertrauen wieder herzustellen. Damit liefert sie auch wertvolle und motivierende Denkanstöße für die kulturelle Arbeit, bieten kulturelle Orte wie Museen, Festivals oder soziokulturelle Zentren doch die Chance, demokratische Prozesse durch Beteiligung, gesellschaftliche Debatten und Engagement erlebbar zu machen.
Sally Lisa Starken
Freie Autorin, Journalistin und Content Creatorin
10:50 - 11:20 Uhr | Impuls 2: Mehr Emotionen wagen
10:50 - 11:20 Uhr | Impuls 2: Mehr Emotionen wagen
„Mehr Emotionen wagen! Wie wir Angst, Hoffnung und Wut nicht dem Populismus überlassen“, so lautet der Titel des in diesem Jahr erschienenen Buchs von Dr. Johannes Hillje. In seinem Impulsvortrag greift er das Thema auf und hält ein Plädoyer für eine demokratische Emotionskultur: Populist*innen und Extremist*innen dominieren die politischen Emotionen. Sie schüren nicht nur Wut, sondern gelten ihren Anhänger*innen auch als Hoffnungsträger. Dagegen wirken demokratische Kräfte oft blutleer und technokratisch. Dr. Johannes Hillje zeigt, wie Emotionen – insbesondere auch über Social Media – in den Dienst der Demokratie gestellt werden können, ohne populistisch zu wirken und welche Rolle Kunst und Kultur in diesem Kontext spielen.
Dr. Johannes Hillje
Politik- und Kommunikationsberater
11:20 - 11:35 Uhr | Kaffeepause
11:20 - 11:35 Uhr | Kaffeepause
11.35 – 12.15 Uhr | Interaktives Mini-Demokratiespiel: Choose your fight(er)! - Eine Übung im Streiten
Demokratie und Streiten gehört unweigerlich zusammen. Doch allzu oft versuchen wir, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Wir ringen um Harmonie, um Konsens und kehren dabei schnell andere Positionen und Perspektiven unter den bequemen Teppich. Aber was passiert mit den Antagonismen, die es ja trotzdem noch gibt, nur jetzt halt unterm Teppich? Der zudem auch schon ganz schön löchrig geworden ist?
Angesichts des Erstarkens antidemokratischer Tendenzen und dem gleichzeitigen Schwinden öffentlicher, demokratischer Orte fragen wir uns:
Brauchen wir mehr Lust auf Streit und Auseinandersetzung? Und wenn ja, worüber reden wir überhaupt? Und mit wem? Welche Kämpfe lohnen sich zu führen und welcher Nebelkerze läuft man lieber nicht hinterher? Wie können wir eine solidarische Praxis entwickeln, in der wir füreinander einstehen und uns nicht in Konkurrenz und Nebenschauplätze treiben lassen? Und wie können wir durch das oft vermiedende Tool des Streits wieder da ankommen wo wir hin wollen?
Vielleicht benötigen wir neue Spielregeln, um uns eben nicht zu zer-streiten und spalten zu lassen. Nicht um einen Status Quo zu verteidigen, der noch nie für alle gut war, sondern um gemeinsam neue Ideen zu erspinnen, für die es sich lohnt zu streiten!
Wir erproben die demokratische Auseinandersetzung und fragen uns dabei auch, wie uns alte Kämpfe, vergangene Protestaktionen und verschollene oder von der Geschichte beiseitegeschobene Ideen heute dabei helfen könnten. Auf welche Schultern können wir uns stellen? Choose your fight(er)!
Anna Tenti
Regisseurin
Anna Kpok
kollektive Theatergruppe aus Bochum in den Bereichen Game-Theater Performances und Installationen
12.15 – 13.15 Uhr | Paneldiskussion mit Fishbowl – Kritischer Austausch
Partizipative Kulturprojekte, die gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt wurden, stärken das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor dem Hintergrund antidemokratischer Entwicklungen stehen sie vor besonderen Herausforderungen. Die Gesprächsrunde thematisiert, unter welchen Voraussetzungen kulturelle Teilhabeprojekte als Katalysator für demokratische Entwicklungen wirken können und bezieht auch eine überregionale und europäische Perspektive mit ein. Das Fishbowl Format lädt das Publikum ein, in der Runde mitzudiskutieren.
Rafał Damian Sobczak
Direktor des Polnischen Instituts Düsseldorf Instytut Polski w Dusseldorfie
14.15 – 15.45 Uhr | Foren & Workshops
Forum 1: K&K als Raum für gesellschaftliche Reflexion, Zweifel und Diskurs
14.15 – 15.45 Uhr
Ort: Heilig Kreuz-Kirche
Moderation: Prasanna Oomen
Wie können Kunst und Kultur Räume für offene und kritische Auseinandersetzung sichern, um populistischen Erzählungen und extremistischem Hass entgegenzuwirken? Wie kann es gelingen, Freiräume zum ergebnisoffenen Diskurs und für unterschiedliche Perspektiven zu schaffen? Welchen Herausforderungen stehen Projekte gegenüber, die diese Ziele verfolgen? Dr.
Frauke Wetzel teilt im Impulsvortrag ihre Erfahrungen als Programmleiterin des Förderprogramms „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“ der Kulturstiftung des Bundes sowie mit dem Programm „neue unentdeckten narrative“ für die Europäische Kulturhauptstadt in Chemnitz
Einführungsimpuls:
Dr. Frauke Wetzel
Programmleitung LOKAL, Kulturstiftung des Bundes
Im Anschluss an den Impulsvortrag stellen Kulturschaffende ihre Projekte zur Demokratiestärkung und Teilhabe vor. Die Projekte wurden im Rahmen eines Open Calls ausgewählt. Das Publikum ist eingeladen mitzudiskutieren.
Anmeldung erforderlich!
Forum 2: K&K als Vermittlerin für Demokratie und demokratischen Werte
14.15 – 15.45 Uhr
Ort: Wissenschaftspark
Moderation: Sarah Meyer-Dietrich
Wie und unter welchen Voraussetzungen kann durch einen künstlerischen Zugang politische Teilhabe gelingen? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um demokratische Kompetenzen wie Meinungsbildung, das Beziehen von Positionen und Kompromissfähigkeit zu fördern? Wie können die Beteiligung erhöht und viele, auch marginalisierte, Perspektiven sichtbar gemacht werden?
In seinem Impulsvortrag beleuchtet Milad Tabesch als Gründer der Plattform Ruhrpott für Europa, wie er jungen Menschen im Ruhrgebiet den Zugang zur politischen Bildung eröffnet und gibt wertwolle Impulse dafür, wie auch Kunst und Kultur in derlei Projekte mit einbezogen werden und zu ihrem Gelingen beitragen können.
Milad Tabesch
Im Anschluss an den Impulsvortrag stellen Kulturschaffende ihre Projekte zur Demokratiestärkung und Teilhabe vor. Die Projekte wurden im Rahmen eines Open Calls ausgewählt. Das Publikum ist eingeladen mitzudiskutieren.
Anmeldung erforderlich!
Forum 3: K&K als Betroffene von extremistischer Agitation
14:15 – 15:45 Uhr
Ort: HIND
Moderation: Miriam von Gehren
Wie äußert sich extremistische Agitation im kulturellen Kontext? Was macht das mit den Betroffenen/Mitarbeitenden? Wie kann man sich gegen antidemokratische Anfeindungen in Form von Störungen von Veranstaltungen, Hatespeech und Shitstorms auf sozialen Medien oder gezielten Protesten und Demonstrationen wehren? Wie ist mit der Forderung nach Neutralität der kulturellen Arbeit umzugehen?
Dieses Forum ist als Diskussionsrunde geplant mit Betroffenen aus der Kulturszene und Vertreter*innen von Initiativen, die von extremistischer Agitation Betroffene unterstützen.
Anmeldung erforderlich!
Workshop 1: Mut zur Gegenrede. Workshop zum Umgang mit demokratie- und menschenfeindlicher Agitation
Parallel zu den Foren
Ort: Rosamunde e.V., Bochumer Str. 117, Gelsenkirchen
Mut zur Gegenrede. Workshop zum Umgang mit demokratie- und menschenfeindlicher Agitation
Rechtspopulismus begegnet uns in verschiedenen Situationen auch im beruflichen Alltag und kann uns sogar die Sprache verschlagen. Aber wie können wir mit diesen antidemokratischen Anfeindungen umgehen? Der Workshop will ermutigen und gemeinsam Kommunikationsstrategien dafür erarbeiten, populistischer Agitation entgegenzutreten.
Anmeldung erforderlich! Leider ausgebucht!
Workshop 2: Jung. Kritisch. Kreativ – Kulturelle Bildung goes Social Media
Parallel zu den Foren
Ort: Café Ütelier
Wie können wir TikTok, Instagram & Co. für die Vermittlung von demokratischen Werten nutzen? Welche kulturellen Themen interessieren Jugendliche? Mit welchen Kommunikationsstrategien können sie für demokratische Themen, auch in Kunst und Kultur, erreicht und begeistert werden? Der Workshop stellt digitale Strategien vor und bietet Gelegenheit zur Beratung und gegenseitigem Austausch.
Sema Kouchkerian
Journalistin
Isabella Moß
Studentin der Sozialwissenschaften
Anmeldung erforderlich!
15:45 - 16:00 Uhr | Kaffeepause
15:45 - 16:00 Uhr | Kaffeepause
16:00 - 16:30 Uhr | Impuls 3: Übergeordnete Perspektive
16:00 - 16:30 Uhr | Impuls 3: Übergeordnete Perspektive
Ort: Heilig-Kreuz Kirche
Ist uns die Debattenkultur abhandengekommen? Wie können wir wieder diskutieren lernen? Und welche für die Demokratie notwendigen Diskursräume können Kunst und Kultur bieten? Diesen Fragen spürt Julia Reuschenbach in ihr Abschluss-Keynote nach. Ihre Ausführungen über die Notwendigkeiten von wertschätzenden Kompromissen und Konsensfähigkeit für unsere Demokratie sowie über die gesellschaftspolitische Bedeutung hoffnungsvoller Narrative bieten wertvolle und motivierende Denkanstöße auch für die kulturelle Arbeit. Schließlich schaffen Kunst und Kultur offene Experimentier- und Diskursräume, in denen Kompromissfähigkeit erprobt und verhandelt werden und die Vision einer starken Demokratie entworfen werden kann.
Julia Reuschenbach
Politikwissenschaftlerin und Autorin
16:30 - 17:00 Uhr | Künstlerisches Wrap Up und Abschluss
16:30 - 17:00 Uhr | Künstlerisches Wrap Up und Abschluss
Ab 17:00 Uhr | Ausklang mit DJ im HIND
Ab 17:00 Uhr | Ausklang mit DJ im HIND
Kontaktbox(en)
Dr. Miriam von Gehren
Projektmanagement
Referat für Kultur, Sport und Industriekultur
Team Kultur