Kulturpolitischer Dialog Ruhr

Das Projekt Kulturpolitischer Dialog Ruhr ist in der Regionalen Kulturstrategie Ruhr, die zwischen dem Regionalverband Ruhr (RVR) und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW) vereinbart wurde, verankert.

Es ist als Austauschplattform konzipiert, die zum einen die Möglichkeit des Netzwerkens bietet und zum anderen einen Diskurs zu aktuellen Fragestellungen zwischen Kulturakteur*innen, Kulturinstitutionen, Kulturpolitik und -verwaltung der Region ermöglicht.

Mit den Dialogformaten Kulturkonferenz Ruhr (KKR) und den unterjährigen, kleineren Formaten der Kulturkonferenz Ruhr mittendrin (KKR mittendrin) übernimmt das Projekt Kulturpolitischer Dialog Ruhr die Rolle des Impuls- und Ideengebers sowie des Koordinators für den Austausch.

Kulturkonferenz Ruhr 2026

Community Building – Die Rolle von Kunst und Kultur für urbane Innovation und Zusammenleben (AT)

Plakat der Kulturkonferenz mittendrin am 20.06.2026

English Version

The conference will be held in English, but our website is only available in German.
We do provide an English-language outline of the event:

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Freitag, 11.09.2026

10:00 - 18:00 Uhr

Location tbd

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Mehr Informationen:

Gemeinsam wollen wir diskutieren:

Kulturkonferenz Ruhr mittendrin x RuhrKunstMuseen

Öffentlicher Raum – Öffentliche Kunst? Entscheidungen, Verantwortung, Netzwerke

Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) prägt das Stadtbild und das Selbstverständnis der Stadtgesellschaft. Sie schafft Orientierung und Identifikation, begleitet urbane Transformationsprozesse und macht diese erfahrbar.

In ihrer engen Verflechtung mit gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Entwicklungen eröffnet sie einen Raum für Aushandlungsprozesse zwischen künstlerischer Autonomie, öffentlicher Wahrnehmung und institutioneller wie finanzieller Einflussnahme.

Die KKR mittendrin nimmt diese Spannungsfelder in den Blick und fragt nach Verantwortung, Entscheidungsstrukturen und Machtverhältnissen bei der Gestaltung öffentlicher Räume.

14. April 2026

18:00-21:00 Uhr

Lindenbrauerei, Unna

Hier geht's zur Anmeldung

Die Veranstaltung geht damit auf den ermittelten Bedarf der AG KiöR des Netzwerks RuhrKunstMuseen ein: die Ergebnisse und Handlungsperspektiven des Symposiums „Kunst im öffentlichen Raum“, zu dem das Ressort KiöR der Stadt Dortmund in Kooperation mit dem Baukunstarchiv NRW im November 2024 eingeladen hatte, sollen vertiefend verhandelt werden.

Neben den Bedingungen für die Realisierung neuer Projekte und Kunstwerke sowie den Voraussetzungen für die Pflege des Bestandes an Kunst im öffentlichen Raum soll die Idee eines regionalen Netzwerks für Kunst im öffentlichen Raum in den Fokus gestellt werden.

Die Fortführung und Weiterentwicklung des Emscherkunstwegs im Rahmen der Regionalen Kulturstrategie Ruhr und mit Blick auf die IGA 2027 werden in die Konzeption der Veranstaltung mit eingebunden. 

Programm der KKR mittendrin

Kunst als lokale Partnerschaft

Keynote-Impuls von Julia Kurz

Welche Rolle können Netzwerke aus Verwaltung, Kunstschaffenden und lokalen Initiativen bei der Begleitung von gesellschaftlichen und räumlichen Transformationsprozessen vor Ort spielen? Im Impulsvortrag werden Beispiele und Überlegungen aus der Praxis des Programms Stadtkuratorin Leipzig vorgestellt. 

 

Julia Kurz ist Kuratorin, Kunstvermittlerin und Autorin und entwickelt mit ihrem Team seit 2023 im Auftrag des Kulturamtes der Stadt Leipzig das Programm Stadtkuratorin Leipzig.

Seit 2006 arbeitet sie freischaffend mit kulturellen Organisationen und Vereinen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten, als auch für und mit Kunstinstitutionen wie der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, der Werkleitz Gesellschaft Halle, der Stiftung Bauhaus Dessau, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der neue Gesellschaft für bildende Kunst Berlin. Unter ihrer Mitwirkung entstanden zahlreiche Ausstellungen, öffentliche Programme und Interventionen, Symposien, Workshops und Publikationen. Von 2014 bis 2016 war Julia als wissenschaftliche Mitarbeiterin für „Ausstellen und Vermitteln“ an der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle tätig und von 2016 bis 2023 Lehrende im Studiengang Kulturen des Kuratorischen und am Institut für Theorie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Ein Foto der Bronzeskulptur "Steile Lagerung" von Max Kratz (1985-89)

Kollektive Auftraggeberschaft und öffentlicher Raum. Die "Steile Lagerung" in Essen als Fallstudie urbaner Aushandlungsprozesse

Impuls von Simone Scholten, Referat KiöR Essen

Mit der Steilen Lagerung von Max Kratz entstand 1989 im Zentrum Essens ein Bergarbeiterdenkmal, das an die herausfordernde Arbeit unter Tage erinnert und den Strukturwandel der Stadt sichtbar macht. Als gemeinschaftlich getragenes Projekt von Bürger*innenschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gewerkschaften ist es ein frühes Beispiel kollektiver Stiftung eines Denkmals und regt bis heute zur Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum an.

Ein Foto der Bronzeskulptur "Steile Lagerung" von Max Kratz (1985-89)

Das Dortmunder "Denkmal für Gastarbeiter*innen". Zwischen Erinnerungspolitik und zeitgenössischer Kunst

Impuls von Jacques Toussaint, Leiter Ressort KiöR Dortmund

Das Denkmal für Gastarbeiter*innen markiert eine wichtige Etappe in der Anerkennung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrags der sogenannten Gastarbeiter*innen in Dortmund und weit darüber hinaus. Der Beitrag verortet das Projekt im Spannungsfeld aktueller Diskurse zu Erinnerungskultur, Partizipation und zeitgenössischer Kunst und fragt, welche Erkenntnisse sich daraus für eine zeitgemäße Denkmalpraxis ableiten lassen.

Vom Temporären zum Dauerhaften. Wenn Kunstwerke aus temporären Ausstellungskontexten im öffentlichen Raum verbleiben

Impuls von Marijke Lukowicz, Kunsthistorikerin & Kuratorin

Temporär aufgestellt, dauerhaft geblieben: Es ist ein verbreitetes Phänomen, dass aus temporären Ausstellungen im öffentlichen Raum Kunstwerke im Stadt- oder Landschaftsraum dauerhaft verbleiben. Sie werden Teil sogenannter Öffentlicher Sammlungen — oft ohne klaren Plan, manchmal ohne jede Dokumentation. Der Impulsvortrag fragt, was dieser Bestand bedeutet und was seine Pflege erfordert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen folgende Leitfragen:

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